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10 Jahre Kreisverband Darmstadt – Dieburg
 
Traunauer Theater- und Tanzgruppe aktiv im Einsatz

Ein Fest für die Sinne bot sich den über 400 Zuschauern und etwa 150 Mitwirkenden, die am Samstag, dem 12. Mai 2012, in Pfungstadt der Einladung des Kreisverbandes Darmstadt – Dieburg unter der Leitung von Franz Wolf aus Neupanat gefolgt waren, das 10-jährige Bestehen zu feiern. Im Vorstand sind neben Franz zahlreiche Traunauer aus Pfungstadt und Umgebung vertreten und so war die Mitwirkung der „Tronauer Kumedi“ und der Tanzgruppe „Vergissmeinnicht“ gesichert.
Auch unser HOG – Vorsitzender, Eckhardt Petendra und seine Frau Lotte folgten der Einladung nach Pfungstadt, ebenso wie das Bernhard Krastl  mit Frau tat, der Ehrenvorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben und Präsident des Weltdachverbandes der Donauschwaben, sowie Harald Schlapanski mit Partnerin, der Vorsitzende der Deutschen Banater Jugend und Tanzgruppen. Vertreter der lokalen Politik und der Presse waren anwesend und verfolgten aufmerksam das Geschehen, denn die Banater haben in den letzten beiden Wochen bereits durch eine Banat-Ausstellung mit feierlicher Eröffnung und einem Brauchtumsabend in Gernsheim von sich reden gemacht und in der lokalen Presse sehr positive Resonanz erfahren.
Pauline und Helmuth Petendra spielten in ihrer bewährten Art, die wir schon aus den Theaterstücken kennen, in einer szenischen Darstellung als älteres Banater Ehepaar die Anfänge der kulturellen Tätigkeiten des Kreisverbandes, sie wiesen auf die Anfänge der Theater- und der Tanzgruppe hin. Albert Schankula dirigierte die gemeinsame Singgruppe von Senioren und Theaterleuten, die Theatergruppe selbst präsentierte sich kurz zu dem Lied „Fesche Buwe, hibsche Mädle“, gesungen von Erika Jost und Waltraud Binschedler,  auf der Gitarre begleitet von Sarah Klamm, dessen Text aus der Feder von W. Binschedler stammt.
Die Siebenbürger Musikanten aus Pfungstadt boten, wie so oft, den würdigen musikalischen Rahmen für das große Fest. Nathalie Jost und Jakob Sachs aus Neupanat führten charmant durchs Programm.
All das hätte aber noch nicht gereicht, um den Abend zu dem Ereignis werden zu lassen, welches er letztendlich war.
Erst der Auftritt der Tanzgruppe „Vergissmeinnicht“ unter der Leitung von Erika und Fredi Jost und weiterer drei Tanzgruppen aus Rastatt, Karlsruhe und der Siebenbürger Tanzgruppe aus Pfungstadt führte zu einem ersten Höhepunkt des Abends.
Der große Aufmarsch der 66 Trachtenträger zu den Klängen der Siebenbürger Musikanten ergab ein wunderschönes, harmonisches Bild. Fröhliche Menschen in bunten, festlichen Gewändern, jede Gruppe auf ihre Art einmalig!
Kein Zuschauer und kein Teilnehmer im Saal, dem dieses Bild nicht zu Herzen ging, war es doch wie früher im Banat an den großen Trachtenfesten. Die vielfältigen bunten Röcke der jungen Mädchen und Frauen, die festliche Kleidung der stolzen Männer in schwarz, mit ihren zahlreichen Silberknöpfen am Leiwl, der geschmückte Rosmareinstrauß, man hätte es nicht überbieten können!
Jede Tanzgruppe führte 2 Tänze vor, harmonisch und professionell einstudiert, unsere Kinder- und Jugendtanzgruppe führte mit 4 Paaren die Patschpolka vor und erntete gebührend Beifall. Und als ob das nicht alles schon an Freude und Feierlichkeit genug gewesen wäre, überbot man es noch mit dem von allen Tanzgruppen gemeinsam getanzten „Kathiländler“. Alle Banater Tanzgruppen studieren diesen Tanz gesondert ein und dadurch ist es möglich, ihn mit so vielen Gruppen gemeinsam aufzuführen.
Der Abend bot den Zuschauern nach einer kleinen Verschnaufpause einen zweiten Höhepunkt. Der Stargast des Abends, Mara Kayser, war zu  einem Konzert eingeladen worden. Volksnah und äußerst charmant hatte sie sich bereits nachmittags bei den Proben unters Volk gemischt und die Aufführungen sehr interessiert verfolgt. Sogar eine flotte Polka hatte sie bereits im Foyer getanzt mit unserem Landsmann Walter Bermel. Na der hat a Graa gemacht!
Mit ihrem Konzert bereitete sie ihren Banater Landsleuten eine große Freude. Stimmlich in Höchstform sang sie live aus ihrem reichen Schlagerrepertoire, sie nahm Bezug auf unser Leben im Banat und gewann die Herzen der Zuschauer. Dass ihre Mutter im Publikum saß und ihr Bruder mit seiner Band „Eurosound“ sie begleitete, machte sie nur noch sympathischer. Sie ging singend durch die Zuschauerreihen, sprach zeitweise in ihrem Sanktannaer Dialekt und erntete viel Applaus, u.a. auch als sie ein altes Banater Lied im Duett mit ihrem Bruder sang.
Nach ihrem Konzert und einer weiteren kleinen Pause sang Mara Kayser zur Tanzmusik, die „Eurosound“ spielte und die zahlreiche Tänzer aufs Parkett lockte. Unterschätzt hatte Mara die Banater Männer, als sie zur „Damenwahl“ aufrief und dazu sagte, sie würde ja auch gerne tanzen, aber sie stünde ja auf der Bühne! Von zwei Seiten stürmten die Herren der Schöpfung auf die Bühne um wenigstens paar Umdrehungen mit dem Star des Abends zu tanzen.
Bis spät in die Nacht reichte die Tanzunterhaltung und all die fleißigen Helfer, die wie immer eher ungenannt in der zweiten Reihe agieren, ohne deren Zutun aber so ein Fest gar nicht stattfinden könnte, hatten bis in die Morgenstunden zu tun.
Insgesamt waren sich aber alle einig, dass dieser Einsatz sich gelohnt hat und sehr vielen Menschen Freude bereitet hat.
Daran wird man sich auch noch nach langer Zeit gerne erinnern!

Waltraud Binschedler

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