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Unser Landsmann und Vorstandsmitglied Albert Müller hat die Premiere des Stückes „Braut mit Auto“ von Stefan Heinz - Kehrer am 27. Januar 2007  zusammen mit seiner Frau in Pfungstadt besucht und den Darstellern, bzw. den Veranstaltern einen Brief geschrieben, den wir hier in Auszügen veröffentlichen.

„ ... Das geschriebene Wort ist unauslöschlich, es hat Bestand über den Tag hinaus. Und über den Tag hinaus soll die „Tronauer Kumedi“ sich über ihren Erfolg freuen. Schwarz auf weiß könnt Ihr nun nachlesen, wie ich die Theateraufführung sah und empfand.
Die Idee von Albert Schankula war schon eine geniale „Schnapsidee“. Wer hat damals an einen Erfolg gedacht/geglaubt? Es waren bestimmt wenige. Aber ist man von einem Gedanken mal beseelt, man kann auch sagen infiziert, so wird die Idee weiter entwickelt und nach Möglichkeiten einer Realisierung gesucht. Man gibt beim ersten Rückschlag nicht gleich auf. Die eigene Begeisterung springt auf den Angesprochenen über und der ursprüngliche Gedanke beginnt Gestalt anzunehmen. So war es doch? Anerkennung dem Urheber!
...Vor den Proben wurde von Dir, Waltraud, eine Bravour - Leistung vollbracht.
Das Theaterstück von unserem verehrten früheren Heinz – Lehrer wurde in unsere „Tronauer Muttersproch“ umgeschrieben. Wunderbare Tronauer Redewendungen und Ausdrücke hast Du gesucht und gefunden. Es ist total „tronauerisch“. Wir Zuschauer fühlten uns wie „domols, wie dehem im Banat, in Tronau. Es waar heemlich“.
Und wer hätte hinter den Darstellern diese Schauspieler vermutet? Was doch in einem Menschen Talente schlummern und erst durch die Begeisterung hervortreten! Man könnte glauben, der Autor hätte Euch die Rollen auf den Leib geschrieben.
...Die Hauptrollen, die den Lauf des Stückes bestimmten, wurden unübertrefflich dargestellt: Die Braut Hertha, die Oma, der Vater, die Mutter.
Dann die Freier, die den Zuschauer manchmal zweifeln ließen, ist es echt oder Theater?
Herzerfrischend wurde es immer dann, wenn zwei Darsteller auf der Bühne erschienen, die Leni – Tant und der Perpet – Mobil Vetter Franz. Sie belebten die Szene in lustiger Weise.
Übrigens, alle Darsteller haben uns Zuschauer im positiven Sinne als Schauspieler überrascht.
Dass der Autor des Stückes, Stefan Heinz – Kehrer bei der Aufführung, trotz seines hohen Alters anwesend war, ehrt doch die Theatergruppe und darüber hinaus uns Traunauer in besonderer Weise. Wenn die Darsteller dann noch vom Autor das Prädikat „beste Aufführung“ zuerkannt bekommen, gibt es doch keine größere Anerkennung mehr. Während der Pause im Nebenraum stellte er auch die verschmitzte Frage. “Ist das Stück wirklich von mir?“ Er war sichtlich bewegt, ergriffen von den abgelaufenen Szenen auf der Bühne.
Der Großvater, als stiller Beobachter des ganzen Geschehens, passte auch sehr gut zum Bühnenbild. Er spielte seine Rolle souverän!
Dann belebten auch die drei Kinder in Tracht... die Bühne. Sehr gut ausgedacht, sehr gut gemacht!
Der Souffleur im Hintergrund, mit diversen anderen Aufgaben, -unauffällig und bescheiden- hat ebenso seine Rolle bestens ausgefüllt. Er hat besonderen Anteil am Gesamtwerk.
Das Bühnenbild, die Banater Wohnküche, trägt wesentlich zur Vollständigkeit des Rahmens, innerhalb dessen sich die Szenen des Lustspiels abspielten, bei.
Man konnte sehen und auch nachvollziehen, mit welcher Liebe und mit welchem Aufwand die Details der einzelnen Einrichtungsgegenstände gestaltet wurden. Als Beispiel der Vesta – Sparherd. Auch an dieser Stelle, Kompliment den Bühnenbildnern.
Die Kostüme passten auch ausgezeichnet!
Die musikalische Umrahmung des Lustspiels mit echt „banat – schwowische Sticke“ und der vokal – musikalische Bonbon zum Schluss der Vorstellung waren sozusagen die Krönung des Theaterabends. Als Bereicherung der Veranstaltung sind die Siebenbürger Musikanten mit ihren Darbietungen zu erwähnen.
Es war ein Abend für uns Zuschauer, an dem ein Stück verlorene Heimat auf der
Bühne in lustiger Weise gekonnt lebendig wurde. An dem wir in unser geliebtes Banat, unser Heimatdorf Traunau, zurückversetzt wurden...

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